Selbstständig als Blogger ? Vor- und Nachteile

Viele Blogger stehen irgendwann einmal vor der Frage: „Soll ich mit meinem Blog den Schritt in die Selbstständigkeit wagen“? Ja oder Nein? Es müssen viele, viele Punkte bedacht werden und genau darum geht es heute in diesem Post.


Bei mir dreht es sich seit einiger Zeit genau darum und um der Entscheidung endlich einen Schritt näher zu kommen, habe ich für mich eine Pro- und Kontra Liste geschrieben, um alle Vor- und Nachteile abzuwägen.

Kurz zu meiner Ausgangssituation: Viele von euch wissen vielleicht, dass ich aktuell hauptberuflich in einem Konzern angestellt bin, nebenberuflich studiere und Social Media bisher nur mein Hobby ist. Mein Job ist solide, ohne große Höhen und Tiefen, ich hatte zuvor auch nie den dringenden Wunsch unbedingt ‚mein eigener Chef‚ und selbstständig zu sein.

Eigentlich ist also alles in Ordnung…wenn da nicht diese Frage nach dem mehr wäre.

Aber was bedeutet dieses mehr? Selbstverwirklichung? Spaß bei dem was man tut? Wie soll meine Arbeit aussehen? Und wohin führt die Reise in den nächsten Jahren, sowohl beruflich als auch privat?

Genau diese Fragen schwirren mir seit einigen Wochen im Kopf herum und deswegen möchte ich meine persönliche Liste heute mit euch teilen. Vielleicht befindet ihr euch ja in einer ganz ähnlichen Situation oder könnt mir hilfreiche Tipps geben?



VORTEILE


+ Der wohl größte Vorteil: mehr Zeit. Mehr Zeit für den Blog, den ich in der letzten Zeit viel zu sehr vernachlässigt habe, mehr Zeit um mich intensiv mit Programmen wie Photoshop und Lightroom auseinander zu setzen und mehr Zeit für bessere Bilder und Texte. Es gibt noch so viele Sachen, die ich umsetzten möchte, für die mir nur leider schon ewig die Zeit fehlt.

+ Dann natürlich auch mehr Zeit für mich und das Studium. Job , Nebenjob und Studium – irgendwas bleibt da immer auf der Strecke. Es gibt immer etwas zu tun und auch wenn es Spaß macht, wird es ab einem gewissen Punkt einfach zu viel.

+ Man tut was man liebt – und hey, sollte das nicht eigentlich der Antrieb sein?

+ Arbeiten wann und wo – ohne feste Arbeitszeiten und von überall möglich.

+ Man lernt viel über sich selbst und wächst über die eigenen Grenzen hinaus (hoffentlich ;)). Außerdem ist es super spannend zu schauen, ob man es wirklich schaffen kann.

+ Völlige Flexibilität im Alltag, für Reisen und Events – wann sonst bekommt man im Leben diese einmalige Chance so viele tolle Orte zu sehen?



Doch es gibt natürlich auch Schattenseiten, die mich im Moment noch etwas zurückhaltend stimmen:

NACHTEILE


 Nummer 1 – natürlich die Finanzen. Das Einkommen ist unregelmäßiger und auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld fallen weg. Man muss  sich damit abfinden, dass es gute und weniger gute Monate gibt.

Disziplin. Und.das.jeden.Tag. Was wenn ich nichts mit mir anzufangen weiß? Wenn ich den Alltag nicht meistern kann, weil mir Regeln und Abläufe fehlen?

Privates und Berufliches sind untrennbar miteinander verbunden. Auch im Urlaub oder an Feiertagen.

Sozialversicherungen und Steuern müssen natürlich weiterhin in voller Höhe abgeführt werden. Diese monatlichen Fixkosten müssen neben allen anderen Fixkosten erstmal verdient werden. Durch meinen Job bin ich hier relativ fit, aber es gibt dennoch vorher einiges zu klären. Wie versichere ich mich? Wie sorge ich für die Rente vor? Welche Steuern müssen abgeführt werden? Fragen über Fragen.

Unsicherheit. Wie entwickelt sich die Social Media Branche und wie sieht es 2 / 5 oder 10 Jahren aus?


Tja, wie ihr seht – gar nicht so leicht. Wie steht ihr zu dem Thema? Seid ihr vielleicht sogar in der gleichen Situation? Ich freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen.

 

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21 Comments

  1. Franziska
    27. August 2017 / 20:48

    Vielen Dank für den tollen Post. Ich kann dir leider keine Empfehlung aussprechen, hoffe aber dass du uns auf dem Laufenden hälst?

    Liebe Grüße
    Franzi ❤️

    • Nadine
      27. August 2017 / 20:59

      Hallo liebe Franzi,

      danke für deine lieben Worte.
      Aber natürlich. 🙂

      Ganz liebe Grüße :**

  2. Vanessa
    27. August 2017 / 20:50

    Hey Liebes,
    Dein Studium machst du ja trotzdem noch zu Ende oder? Wolltest du dich danach sowieso nach etwas Neuem umsehen oder wärst du bei deinem aktuellen Arbeitgeber geblieben?
    Liebe Grüße!

    • Nadine
      27. August 2017 / 20:58

      Hallo liebe Vanessa,
      ja, das Studium mache ich auf jeden Fall weiter. Es gibt auch die Möglichkeit sich für das Studium freistellen zu lassen und dann kann man nach erfolgreichem Abschluss wieder zurückkommen. Das wäre vermutlich ideal. 🙂

      Ganz liebe Grüße :**

  3. 27. August 2017 / 21:45

    Hallo.
    Ein sehr interessantes Thema. Für mich persönlich würde das nicht in Frage kommen. Ich bin mit meinem Berufswunsch mehr als zufrieden. Außerdem möchte ich etwas für die Gesellschaft tun & das fällt mit dem selbstständigen Bloggerleben weg.
    Zumal ist meine bessere Hälfte schon selbstständig, da halte ich es für vernünftiger, wenn ich nicht auch noch so ein Risiko eingehe.

    Liebe Grüße

    • Nadine
      27. August 2017 / 22:03

      Hallo liebe Miriu,
      ich weiß was du meinst. Aktuell bin ich auch in einer ganz anderen Branche, aber irgendwie würde es mich reizen, mal was ganz neues auszuprobieren. Schauen wir mal wo der Weg hin geht und danke für deine Meinung.

      Liebe Grüße :*

  4. Sarah
    27. August 2017 / 21:50

    Zu allererst muss ich sagen, dass mir das neue Design super gut gefällt. Ich selbst bin in einer anderen Branche selbstständig und bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Ich drücke dir die Daumen, dass alles so klappt wie du es dir wünschst.❤️

    • Nadine
      27. August 2017 / 22:02

      Das ist lieb, vielen Dank. <3

  5. 28. August 2017 / 13:34

    So ein schöner Beitrag. Eine wirklich tolle Gegenüberstellung.

    Liebe Grüße und hab noch eine tolle Woche.
    Celine von http://mrsunicorn.de

    • Nadine
      28. August 2017 / 20:20

      Vielen lieben Dank meine Liebe, die wünsche ich dir auch. <3

  6. 28. August 2017 / 19:03

    Hallo Nadine,
    das sind wirklich viele wichtige Punkte. Ich finde so eine Liste immer sehr hilfreich, dennoch kann ich nun nicht sagen, welche Seite überwiegt. Du solltest auf dein Herz hören. Dabei Schokolade essen und einfach mal zuhören. Und wenn du dann 5 Tafeln auf hast, sag mir mal Bescheid, was es so von sich gegeben hat ;D

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

    • Nadine
      28. August 2017 / 20:21

      Danke liebe Linni – das ist süss von dir. 🙂
      Hab einen tollen Abend und liebe Grüße :**

  7. Katharina
    29. August 2017 / 21:23

    Liebe Nadine,

    Wenn ich dir nicht schon ewig folgen würde und dich daher schon ein wenig kenne, würde ich glatt denken du machst das bereits heute hauptberuflich. Deine Inhalte und Bilder sind wunderschön und ich ziehe den Hut vor dir, dass du alles unter einen Hut bekommst. Evtl. gibt es in eurem Unternehmens sich für ein Sabbatical freistellen zu lassen für 6-12 Monate, dann könntest du das ganze mal austesten ohne vorerst ein Risiko einzugehen.
    Aber ich verstehe auch sehr gut deine Zweifel, ich bin da eher der Angsthase 🙂 und egal wie du dich entscheidest, du wirst das richtige machen, denn das Bauchgefühl hat immer Recht!

    Liebe Grüße
    Kathi

    • Nadine
      31. August 2017 / 17:10

      Liebe Kathi,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar und du triffst den Nagel komplett auf den Kopf. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. :*

      Viele liebe Grüße
      Nadine

  8. 31. August 2017 / 12:36

    Liebe Nadine,

    ich finde das gut, dass Du das so sorgfältig abwägst, denn neben Chancen ergeben sich auch Risiken. Ich denke Du wirst genau das richtige tun, wenn Du einfach auf Dein Herz hörst. Eine Selbstständigkeit bietet einen viele Möglichkeiten. verlangt aber auch eine große Aufopferung, nicht umsonst heißt es selbst und ständig. Ich denke aber, dass Du den nötigen Biss hast, diese spannende Reise (vielleicht auch nur auf Zeit) anzutreten und wünsche Dir nur das Beste, egal wie Du Dich entscheidest. Ich ziehe jedenfalls den Hut vor Deiner Arbeit in diesem Bereich und Bewundere Deinen Einsatz trotz Vollzeit-Job und Studium.

    Liebe Grüße Sabine
    ***********************
    http://www.schoen-hier.com

    • Nadine
      31. August 2017 / 17:11

      Hallo liebe Sabine,
      das ist wirklich lieb von dir – danke für deine Worte. <3

  9. 31. August 2017 / 16:20

    Liebe Nadine,
    auch ich gehöre zu den treuen Fans, zwar still und leise aber jetzt würde ich mich auch gerne dazu äußern.
    Ich bewundere wirklich jeden Blogger, aber sei mal ehrlich, ist das Bloggen nicht dein Hobby – was du liebst weil du nicht allzu viele Pflichten damit hast? Ich schätze wenn man sich damit selbstständig macht kann es schnell zur Pflicht werden, Stress verursachen, Zukunftsängste hervorrufen (…) Ich will es dir nicht schlecht machen, aber hast du dir andere Möglichkeiten überlegt, vielleicht deinen Job Stunden technisch runterstufen (Das Studium bietet sich ja als Grund an) & dann schauen wenn du vielleicht nur noch 50% arbeitest (geht dann auch als Werkstudent…) wie du mit allem voran kommst, ob dir das Bloggen immer noch so viel Spaß bringt & gleichzeitig bist du noch abgesichert (Krankenversicherung, regelmäßiges – etwas geringeres Einkommen, Rente usw.)

    Dennoch freue ich mich über und für deine Entscheidung, schlussendlich kannst nur du für dich die richtige Entscheidung treffen. Richtig ist alles was du gut machst 😉

    Liebe Grüße
    Sarah

    PS.: Ich freu mich auf deinen New York Beitragt <3

    • Nadine
      31. August 2017 / 17:13

      Liebe Sarah,
      ich danke dir für deinen ehrlichen Kommentar.
      Du nennst genau die Punkte, über die ich auch schon seit Wochen grübele. Ich befinde mich jetzt fast an der Entscheidung und halte euch natürlich auf dem Laufenden.

      Der erste NY Beitrag kommt definitiv noch diese Woche – endlich. 😀

      Viele liebe Grüße
      Nadine

      • 2. September 2017 / 21:37

        Ich bin gespannt wie Du dich entschieden hast & warte schon ganz sehnsüchtig auf den Beitrag über New York <3
        Hab gerade schon bei Insta gesehen, dass er morgen online kommt – jippieh 🙂 !

        • Nadine
          3. September 2017 / 16:32

          Hallo liebe Sarah,
          der erste Post mit 10 allgemeinen Tipps ist jetzt online – ich hoffe es ist etwas für dich dabei? 🙂

  10. 2. September 2017 / 16:46

    Liebe Nadine, nun komme ich auch endlich dazu, den Beitrag zu lesen 🙂 Ich finde, dass Du die Vor- und Nachteile sehr gut auf den Punkt gebracht hast, mit Schönfärberei ist es nämlich gerade beim Thema als Blogger selbstständig werden zu wollen, nicht getan. So wie ich das einschätze, hättest Du alle guten Voraussetzungen, um als Vollzeitblogger erfolgreich zu sein. Zum einen hast Du schon eine sehr stattliche Anzahl an Followern, Du bist beliebt (so schätze ich es ein^^) in Deiner Community und in Bloggerkreisen und mit Sicherheit auch bei PR-Firmen und den Beautyunternehmen und anderen, mit denen Du zu tun hast, denn Erfolg hast Du ja längst, und zwar auf allen Plattformen. Das wäre also eine ideale Ausgangsbasis für mehr.

    Und ganz beachtlich finde ich auch, dass Du die Social Medias immer noch regelmäßig gefüllt hast, Events besucht, trotz Job und Studium, das zeugt von sehr viel Disziplin und man hat Dir nie angemerkt (in Deinen Videos), dass es vielleicht auch mal zu viel sein könnte, denn das würde nicht jeder so gut auf die Reihe kriegen. Natürlich ist man immer sehr motiviert, wenn es um einen Bereich geht, der einem liegt, bei demn man viel Herzblut reinsteckt. Man empfindet die Arbeit auch gar nicht soo als Arbeit und blüht einfach eher auf, als dass man auch dort vieles als lästige Routine empfinden würde. Natürlich ist das Bloggen und allem, was damit verbunden ist (Reisen, Events) nicht mit einem Bürojob zu vergleichen.

    Allerdings, ich persönlich würde von einer Tätigkeit als Blogger abraten. Zum einen würde ich selbst nicht noch neben dem Job studieren, um dann als Blogger zu “enden” – ich formuliere das bewusst so, denn dafür brauchst Du kein Studium -und – man muss nicht mal besonders intelligent dafür sein. Ein Studium ebnet einem den Weg in einen Beruf, der möglicherweise recht indiviuell zu sehen ist und in dem man ohne Studium vermutlich keine guten Voraussetzungen oder überhaupt eine Chance hätte. Insofern wäre das Studium womöglich verschwendete Zeit, was sehr schade wäre. Ich setze allerdings hier voraus, dass Du Dir auch vorstellen könntest, in einem entsprechenden Umfeld, was Dein Studium eben hergibt, arbeiten zu wollen.

    Mich stören 2 Dinge am allermeisten bzw. käme ich persönlich damit nicht gut zurecht: Das Einkommen, was immer wieder anders ist, man kann eigentlich gar nicht planen, muss auch immer mal mit schlechten Monaten rechnen, wohl auch gerade am Anfang, da ist die Frage, ob man das kann – man wird es müssen, klar, aber wenn daraus Existenzängste entstehen würden, damit kann auch nicht jeder umgehen. Punkt 2, was Du ja ebenfalls angesprochen hast: Dass man beruflich und privat nicht trennen kann und das wäre für mich eigentlich schon völlig ausreichend als Grund.

    Ich finde es ganz schrecklich, wenn das Essen halb kalt wird, weil man für Insta noch ein Foto machen muss, auch würde ich niemals, wirklich niemals wildfremden Menschen im Internet Einblick in private Dinge geben wollen, auch, wenn es nur oberflächliche Dinge wären wie “ich nehme Euch mit in den Urlaub” “ich baue ein Haus” “ich bin schwanger” usw. ich sehe das gern bei anderen, rein zur Unterhaltung (Youtube z.B.) aber ich finde das schon sehr, sehr grenzwertig und es wird mir auch, ehrlich gesagt, bei vielen Bloggern langsam unsympathisch, dass da kaum noch Hemmschwellen sind und ich frage mich oft, ob das für mehr Klicks gemacht wird oder ob schon eine gewisse Verzweiflung da ist, dass man solche Inhalte, die ich wirklich krass, finde unbedingt mit Gott und der Welt teilen muss – ist aber auch nur meine Meinung.

    Und dann zum guten Schluss, auch das bitte nicht auf Dich beziehen, ich weiß, dass es furchtbar klingt: Ich habe Respekt vor Vollzeitbloggern, aber es ist dennoch kein “richtiger” Beruf, eben, weil das fast jeder machen könnte – und man weiß nie, wie die Zeiten noch werden. Es ist ja jetzt schon ganz schwierig, auch für jüngere Leute, sich beruflich zu etablieren. Und wenn Du mit Deinem jetzigen Job und evtl. dem Studium obendrauf etwas Solides aufbauen kannst, würde ich persönlich mich dafür entscheiden, weil es sicherer ist. Richtig sicher ist heutzutage nix, völlig klar, aber das Bloggen in Vollzeit steht dann wohl doch sehr viel weiter unten auf der Liste. Ich würde so ein Risiko nur eingehen, wenn mein Partner notfalls so viel verdient, dass wir auf meinen Verdienst nicht angewiesen wären – und so machen es ja tatsächlich einige Bloggerinnen, die den Blog auch zum Beruf gemacht haben. Und schöner fände ich es eigentlich, wenn man vollkommen unabhängig vom Partner sein Ding machen kann – ich selbst bin keine Frau, die gut damit zurecht käme, wenn mein Mann für mich zahlt – so ungefähr, ich kenne das nicht bzw. habe ich noch nie gekannt, sondern hatte immer mein eigenes Geld zur Verfügung, aber da ist jeder anders.

    Ist alles nur meine Meinung, aber ich dachte, ich schreibe auch mal als ältere Frau etwas dazu 🙂 Egal, wofür Du Dich entscheidest, wünsche ich Dir viel Erfolg, liebe Nadine 🙂 Liebe Grüße

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