Marrakesch Travel Diary – Allgemeine Tipps für den perfekten Trip

Marrakesch Travel Diary – Allgemeine Tipps für den perfekten Trip

Gefühlt ist aktuell ganz Instagram in Marrakesch  – bei den Temperaturen hier ist es auch wohl der ideale Reisezeitraum. 🙂 Im Februar/März ist das Wetter nämlich perfekt dort – nicht zu heiß und nicht zu kalt. Wir verbrachten in der letzten Woche 5 Tage dort und was soll ich sagen? Ich bin absolut beeindruckt. Jedoch ist dort vieles anders als bei uns und mit den folgenden Tipps und Tricks seid ihr bestens für euren Aufenthalt dort gewappnet. Für euch noch zur Info: Wir haben alle Unterkünfte und auch den Flug selbst bezahlt. 🙂


Unterkünfte / Riads in Marrakesch

5 Nächte – 5 Riads. Ein Riad ist ein traditionelles marokkanisches (Gast-) Haus mit Innenhof und ggf. kleinem Pool und 4-10 Zimmern. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die Unterkunft jede Nacht zu wechseln, um möglichst viele verschiedene Ecken der Stadt kennen zu lernen. Außerdem haben wir uns auch gegen große, teure Hotels und Riads, die durch viele Instagrammer zu großer Popularität gelangt sind und mehrere Monate im Voraus ausgebucht sind, entschieden. Kleiner Tipp: Sucht auf Booking bis zur letzten Seite – ihr werdet traumhafte und bezahlbare Unterkünfte in Marrakesch finden. Die gesamte Übersicht unserer Riads mit allen Infos und Preisen folgt in den nächsten Tagen.

Anreise nach Marrakesch

Gebucht haben wir über Ryanair und geflogen sind wir ab und bis Frankfurt Hahn in 3 Stunden und 45 Minuten. Das ist von Stuttgart aus schon eine Strecke (ca. 2- 2,5 Stunden), allerdings gab es ab Stuttgart keine Direktflüge und dementsprechend war der Preis auch wesentlich günstiger. Checkt also am besten auch mal die Ryanair Homepage für günstige Alternativ-Flughäfen und Flüge. Gezahlt haben wir für den Hin- und Rückflug knapp 165 € pro Person. Ryanair ist natürlich nur so super günstig, da keinerlei Serviceleistungen enthalten sind. So hatten wir ursprünglich pro Person nur ein Hangepäckkoffer (mit maximal 10 Kg) und eine normale Handtasche. Das Gepäck wird gewogen und ggf. auch gemessen – übersteigt es die Maße, muss es seeehr teuer nachträglich hinzugebucht werden. Deswegen haben wir uns kurzfristig entschieden einen weiteren Koffer für 40 € pro Strecke dazuzubuchen. Das war rückblickend betrachtet auch eine gute Idee. 😉



Internet 

Puh, das Internet. Junge, junge – ich sag’s euch. In jedem Riad und Restaurant wird zwar mit Wifi geworben, allerdings ist das in der Regel sogar zu schlecht für WhatsApp. Deswegen konnten wir in den ersten beiden Tagen auch nur sporadisch unsere Stories hochladen, was wirklich keinen Spaß gemacht hat. Deswegen haben wir uns am 2. Tag eine Simkarte mit 11 GB für umgerechnet 15 € gekauft. Dank Hotspot konnten wir immer mal wieder etwas surfen, leider war die Verbindung nicht immer 100%ig.

Normalerweise nutze ich außerhalb von Europa (und deswegen außerhalb meines Datenvolumens) meinen kleinen mobilen Router, der mir auch in Neuseeland immer und überall Internet geschaffen hat (Betrag dazu folgt). In Marrakech gab es jedoch nur Simkarten mit Pin und das funktioniert in meinem Router nicht. Evtl. hätten wir auch noch etwas länger suchen müssen, um einen entsprechenden Shop zu finden, wir haben die Karte nämlich in einem kleinen Kiosk gekauft. Auch wenn ihr normalerweise nicht so Internet-süchtig seid, bietet sich ein kleines Datenvolumen für die Navigation in der Stadt definitiv an – dazu später aber mehr. In der Regel ist 1 GB in jedem Datenpaket günstig dabei – und das solltet ihr nutzen, um von A nach B ohne fremde Hilfe zu kommen.


Kleidung / Souks

Auch wenn es warm ist – zieht euch so unauffällig wie möglich an. Gerade im Souk ist es super anstrengend, weil alle etwas verkaufen möchten und nicht müde werden euch an JEDEM Stand anzuquatschen. Sie überhäufen jede Frau mit Komplimente – auf Englisch, Französisch und Deutsch. Das klingt jetzt nicht sonderlich schlimm, aber glaubt mir: Es ist bereits nach wenigen Minuten echt nervig. Da hilft leider nur ignorieren und flott weitergehen.

Schließlich haben wir zum Lagen-Look gegriffen, da wir zwangsläufig, um zu den Shooting-Locations zu kommen, immer über irgendeinen Souk laufen mussten. Es sieht zwar etwas merkwürdig aus, ist aber der angenehmste Weg. Wir trugen dann meist lange Maxikleider darüber einen Pullover oder Schal mit streng nach hinten gebundenen Haaren. Mit kurzen Kleidern, tiefem Ausschnitt oder schulterfrei würde ich das Haus nicht verlassen. 😉 Auf den Souks könnt ihr wirklich fast alles kaufen, solltet aber in jedem Fall handeln. Das kann ich nicht sooo gut, aber zum Glück war Joana hier immer fleißig dabei. Die ursprünglichen Preise sind immer viel zu hoch, auch weil ihr an jeder anderen Ecke die gleichen Produkte findet. Also probiert einfach euer Glück und geht im Zweifel einfach weiter. Besonders empfehlenswert sind Gewürze, Schuhe, bestickte Taschen und Strandkörbe.


Mobilität

In Marrakesch habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Ihr könnt Taxi fahren – verhandelt aber unbedingt vor dem Einstieg den Endpreis, da ihr sonst gnadenlos abgezockt werdet. Ein Taxameter gibt es zwar, allerdings glaube ich nicht, dass es Regeln über die Höhe gibt. Eine günstige Alternative, auch um in den engen Gassen des Souks voranzukommen, sind TukTuks. Das ganze ist etwas wackelig, aber es fährt. Die Erfahrung war super witzig und wir sind günstig und mit unseren Koffern zur nächsten Unterkunft gekommen. Egal ob Taxi oder TukTuk – bittet am besten das Personal eurer Unterkunft um die Buchung. Sie können auch direkt einen Festpreis in der Landessprache vereinbaren. Die 3. Möglichkeit, die Fahrt in einer Pferdekutsche, fanden wir beide weniger gut, als wir gesehen haben, wie die Tiere zum Teil behandelt werden.

Dauer

Wir waren ingesamt 5 Tage in der Stadt (wegen der Flugverbindung) und das waren fast 1-1,5 Tage zu lang. Eigentlich würden 3 Tage reichen, wenn ihr noch einen Tag in der Wüste verbringen möchtet, dann maximal 4.


Allgemeines

Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass wir zwei Mädels allein unterwegs waren, aber es wird einem ununterbrochen und sehr aufdringlich ‚Hilfe‘ angeboten. Grundsätzlich klingt es ja nett, wenn jemand einem den Weg zeigen möchte oder die Koffer abnimmt, allerdings passiert das hier NIE ohne Hintergedanken. Nimmt man die Hilfe an, bleiben die Wegführer so lange hinter einem, bis man ihnen Geld (ca. 1 €) gibt. Oft sagt man auch, dass man kine Hilfe möchte und sie folgen trotzdem. Hier hilft nur klar zu sagen, dass man weder Hilfe braucht noch Geld dafür zahlt. Das ist super schade, da man bereits nach wenigen Stunden so extreme Vorurteile hat und einfach auf keinerlei Hinweise mehr reagiert. Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt, wenn jemand seine Zeit opfert und wirklich hilft, der Person etwas Geld zu geben, allerdings nicht wenn es zur Masche wird. Lehnt am besten von vornherein jede Hilfe ab und nutzt die neu erworbene Simkarte für Googlemaps. Auch bettelnde Kinder und die ‚Henna-Frauen‘ solltet ihr gnadenlos ignorieren.

So – das war Teil 1 meines Diaries. Ich hoffe ich konnte eure Fragen zum größten Teil beantworten. Falls nicht: Schießt los. 🙂 Falls es für euch nicht Marrakesch geht, aber vielleicht nach London: Hier findet ihr meinen London Blogpost. Joanas Blog findet ihr hier.


Folge:

2 Comments

  1. Elli
    10. März 2018 / 7:17

    Das sind tolle Tipps.

    • Nadine
      Autor
      11. März 2018 / 15:25

      Vielen Dank liebe Elli :*

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